Die urkundliche Ersterwähnung von Magwitz datiert aus dem Jahr 1236, als Conradus v. Macwice als Zeuge auf einer Urkunde Heinrichs von Plauen genannt wird [1]. Zu dieser Zeit bestand der Herrensitz aus einer Wallburganlage, erst 1445 wird ein Rittergut genannt [2]. Die Ringwallanlage ist nach [1] in einer Senke an der von Planschwitz nach Magwitz führenden Straße gelegen.

Als Besitzer des Rittergutes wird von Ende des 15. Jahrhunderts bis ins 17. Jahrhundert die Familie von Falkenstein geführt. Durch die Jahrhunderte folgten eine Reihe weiterer Besitzer, unter anderem auch der Herr von Ksopoth. Im Zuge des Baues der Talsperre Pirk wurden 1937 Nutzflächen des Gutes an den Weißelsterverband verkauft. [2] Ein Teil davon wurde für den Talsperrenbau genutzt, die restlichen Flächen diente als Entschädigung für Landwirte, die vom Talsperrenbau betroffen waren [1].

Das Herrenhaus macht einen sanierten Eindruck, der Vierseithof als Ganzes ist recht gut erhalten. Ein Wirtschaftsgebäude, in [1] als "in gutem Bauzustand" befindlich beschrieben, befindet sich am westlichen Rand des Hofes. Die Beschreibung des Bauzustandes war allerdings vor über 10 Jahren. Außerdem sind auch noch Reste der Wehranlage erhalten.

Das Herrenhaus ist bewohnt, im Hof befindet sich in einem Nachbargebäude die Festhalle Magwitz und die Freiwillige Feuerwehr.

Hof mit Herrenhaus Ansicht des Herrenhauses
 Hofeinfahrt Wirtschaftsgebäude am westlichen
Rand des Hofes
Wehranlage  am Mühlberg
von außen gesehen
Ansicht des Rittergutes um 1859
Bildquelle: [3]

Quellen

[1] W. SEFFNER, Die Rittergüter des Vogtlandes, ihr Schicksal im 20. Jahrhundert, Vogtland Verlag Plauen, 2002

[2] Sachsens Schlösser

[3] SLUB Dresden http://digital.slub-dresden.de/id25028295X | G.A. POENICKE, Album der Schlösser und Rittergüter im Königreiche Sachsen, Leipzig 1859

Lage des Rittergutes Magwitz