Noßwitz wurde 1265 erstmals urkundlich im Zusammenhang mit der Stiftung eines Altars durch Hermann von Lobdeburg  für das neue Schloss Elsterberg erwähnt [1]. Als erster Besitzer des Rittergutes ist Ritter Conrad von Elsterberg bekannt [2]. 1842 gelangte das Gut durch Versteigerung an Heinrich Anton von Grün aus Greiz. Er gab dem Herrenhaus durch verschiedene Um- und Anbauten die heutige Gestalt. Erwähnenswert sind dabei insbesondere ein aufgesetztes Dachtürmchen und die Uhr über dem Eingangsportal.

Das Gut fiel Ende des Zweiten Weltkrieges nicht unter die Enteignung, so dass der Besitzer Herbert Seidel das Gut von 1939 bis 1984 in seinem Besitz hatte. Jetzt ist die Familie der jüngsten Tochter von Herbert Seidel Eigentümer des Gutes. [1]

Das Gut ist ein vollständig erhaltener Vierseithof, allerdings erheblich sanierungsbedürftig. Talseits schließt sich auf einer Terrasse des steil abfallendes Elsterhanges ein Park an.

 
Rittergut Noßwitz, Anbau im Vorder-
grund vermutlich 1902 erfolgt
Blick auf das Eingangsportal
   
 Uhr über dem Eingangsportal *) Terrasse Richtung Elstertal 
   
Terrasse Richtung Elstertal  Ansicht des Rittergutes um 1859
Bildquelle: [3] 

*) Ob die Uhr funktionstüchtig ist, kann derzeit nicht gesagt werden, mein Foto hatte ich um 11:29 Uhr aufgenommen. wink

Quellen

[1] W. SEFFNER, Die Rittergüter des Vogtlandes, ihr Schicksal im 20. Jahrhundert, Vogtland Verlag Plauen, 2002

[2] Sachsens Schlösser

[3] SLUB Dresden http://digital.slub-dresden.de/id25028295X | G.A. POENICKE, Album der Schlösser und Rittergüter im Königreiche Sachsen, Leipzig 1859

Lage des Rittergutes Noßwitz