Nach POENICKE geht die Besiedlung von Taltitz ins 8 bis 10. Jahrhundert [1]. Eiine urkundliche Ersterwähnung gibt es nach [2] aus dem Jahr 1244, hier wird als erster Nachweis eines Vorläufers des Rittergutes die Abgabe des Zehnten eines Eigengutes des Vogtes Heinrich von Plauen im Jahr 1262 erwähnt. Als Rittergut fand es nach [3] erstmals 1418 Erwähnung. Ab Beginn des 20. Jahrhunderts befand sich das Rittergut im Besitz der Familie Jahn, die es 1931 an Johannes Nahr verkaufte[1].

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Familie Nahr enteignet, auf Anordnung der Landesbodenkommission und später der Abteilung Bodenordnung des Landratsamtes wurden die Gebäude des Rittergutes nahezu vollständig abgebrochen.  In der heutigen Zeit ist lediglich ein oktogonaler Eckturm übrig geblieben. Dieser wurde 1683 erbaut, allerdings Anfang des 21. Jahrhunderts wegen Baufälligkeit abgerissen und neu aufgebaut.

In Taltitz befand sich außerdem das Vorwerk Eulenstein, "welches sehr oft mit dem Schloss-Stein an der Elster, mit Planschwitz combiniert, in verschiedenen Topographien verwechselt worden ist, gehört zum Rittergut Dobeneck und war in früherer zeit ein adeliger Freihof und deshalb auch öfter allein besessen." [1] Das Gut Eulenstein fand nach [3] in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Erwähnung. Das Herrenhaus wird heute als Wohnraum genutzt.

 
Eckturm des alten Ritergutes Ansicht des Rittergutes um 1859
Bildquelle: [1]

Quellen

[1] SLUB Dresden http://digital.slub-dresden.de/id25028295X | G.A. POENICKE, Album der Schlösser und Rittergüter im Königreiche Sachsen, Leipzig 1859

[2] W. SEFFNER, Die Rittergüter des Vogtlandes, ihr Schicksal im 20. Jahrhundert, Vogtland Verlag Plauen, 2002

[3] Sachsens Schlösser

Lage des Rittergutes Taltitz