Treuen geht auf die slawische Gründung einer hölzernen Wasserburg etwa um 800 zurück. [1] Eine weitere (Höhen-)Burg entstand einige Jahrhunderte später, die Quellen nennen dazu verschiedene Zeiten. In [2] ist davon die Rede, dass im 11. Jahrhundert eine Burg namens "Drewen" auch urkundlich nachgewiesen sei. Demgegenüber ist in [3] vom Ende des 12. Jahrhunderts die Rede, in dem die Vögte auf einem Felssporn eine Burg errichteten. Die alte Burg wurde vermutlich vor dem Dreißigjährigen Krieg zerstört. [2]

Reichsritter Jobst von Feilitzsch erwarbt 1510 Treuen. Jobst Caspar von Feilitzsch erbte Treuen 1553, er verstarb 1574 und hinterließ zwei Söhne. Diese teilten 1592 das Gut Treuen in unteren und oberen Teil. [4]. SEFFNER führt in [5] weiterhin aus, dass das Rittergut oberen Teils als Versorgungsgut bzw. Vorwerk früher entstanden sei, als das Gut unteren Teils. Das Herrenhaus ist ein neuzeitlicher Bau, der Anfang des 20. Jahrhunderts im Gründerzeitstil umgebaut wurde. [5]

Die alten Wirtschaftsgebäude wurde 1970 durch neuere Bauten ersetzt, die Hofanlage blieb dabei aber grundsätzlich erhalten.

Das Herrenhaus dient Wohnzwecken, ansonsten werden die Wirtschaftsbauten durch einen Landwirtschaftbetrieb genutzt. 

Ansicht des Herrenhauses Ansicht des Herrenhauses
Wappen am Giebel Ansicht des Rittergutes um 1859
Bildquelle: [4] 

Quellen

[1] Webseite der Stadt Treuen

[2] Sachsens Schlösser

[3] Historisches Sachsen - Das Portal für die Schlösser, Burgen und historischen Ruinen im Freistaat Sachsen, Heyko Dehn

[4] SLUB Dresden http://digital.slub-dresden.de/id25028295X | G.A. POENICKE, Album der Schlösser und Rittergüter im Königreiche Sachsen, Leipzig 1859

[5] W. SEFFNER, Die Rittergüter des Vogtlandes, ihr Schicksal im 20. Jahrhundert, Vogtland Verlag Plauen, 2002

Lage des Rittergutes Treuen oberen Teils