Leubnitz wird 1300 erstmalig urkundlich erwähnt [1]. Ein hier ansässiges Rittergut befand sich nach SEFFNER 1774 im Besitz der Familie von Kospoth, die 1794 das Schloss Leubnitz im frühklassizistischem Stil erbauen lies. Die Chronik zum Schloss [2] berichtet, dass es zuvor bereits ein Schloss gab, das aber 1763 abbrannte. Ende des 19. Jahrhunderts wird der umgebende Landschaftspark mit einer Fläche von 12 ha angelegt. Silvio von Kospoth ehelichte 1791 Angela von Schönberg, die Wappen über dem Haupteingang mit den Initialen SK und AS erinnern daran.

Bereits zu DDR-Zeiten fanden 1976 und 1977 umfangreiche Sanierungsarbeiten statt, darunter auch der sogenannte "Weiße Saal". 2010 folgte eine weitere umfassende Restaurierung.

Das Schloss wurde nach dem 2. Weltkrieg für verschiedene Zwecke genutzt. Wohnraum, Gemeinderäume, Polizei und Schule waren hier zu finden. Von 1980 bis 1990 fand die Veranstaltungsreihe "Leubnitzer Konzerte" statt, wurde wegen Geldmangels aber eingestellt. Heute befindet sich im Schloss eine Außenstelle der Gemeindeverwaltung Rosenbach, die Geschäftsstelle des Tourismusverbandes "Vogtländisches Mühlenviertel", ein Kindergarten und ständige sowie wechselnde Ausstellungen. Auch Konzerte finden heutzutage wieder statt.

Ansicht des Schlosses von der
Zufahrt her gesehen
Frontansicht
Die Ruhebank wirbt zugleich für den
Müllerburschenweg
Landschaftspark mit Blick zum Schloss
Wappen über dem Schlossportal Historische Ansicht aus [3]

Quellen:

[1] W. SEFFNER, Die Rittergüter des Vogtlandes, ihr Schicksal im 20. Jahrhundert, Vogtland Verlag Plauen, 2002

[2] Webseite zum Schloss Leubnitz

[3] SLUB Dresden http://digital.slub-dresden.de/id25028295X | G.A. POENICKE, Album der Schlösser und Rittergüter im Königreiche Sachsen, Leipzig 1859

Lage des Schlosses Leubnitz