Das Schloss Markneukirchen stellt eine gewisse Seltenheit dar, denn es besitzt keine Verbindung zu einem Rittergut oder ältere Burg.

Erbaut wurde es 1784  als ein spätbarockes Bürgerhaus durch den Ratszimmermeister Johann Adam Mönnig. 1815 erwarb es der Instrumentenmacher und spätere Bürgermeister Christian Gottfried Glier. Später wurde der Saitenfabrikant Max Paulus Eigentümer. Nach ihm wird das Bauwerk auch als "Paulus-Schlössel" bezeichnet. Paulus verstarb 1927 ohne Nachkommen. Als Erben wurden hälftig seine Haushälterin Frieda Pfeiffer und die Kirchgemeinde Markneukirchen eingesetzt. Fehlende finanzielle Mittel führten fortan zum Verfall der Bauten. Anträge zum Abbruch von Teilen des Bauwerkes wurden bis auf den Südflügel und Teile des Ostflügels versagt, letztlich wurde das Objekt 1936 unter Denkmalsschutz gestellt. In einer Zwangsversteigerung 1938 erwarb die Stadt Markneukirchen das Schlössel. [1]

Erste Sanierungsarbeiten wurden 1938 bis 1940 durchgeführt. Weitere Sanierungsarbeiten erfolgten um 1980.

Seit 1942 befindet sich im Paulus-Schlössel das weltbekannte Musikuinstrumentenmuseum.

 

Frontansicht vom
Bienengarten aus
Auffahrt links am
Schloss
  Blick in den Innenhof

Quellen

[1] Webseite des Musikinstrumentenmuseums 

Lage des Schlosses Markneukirchen