Das Schloss Netzschkau gilt als ältestes und kunsthistorisch bedeutendstes Schloss des Vogtlandes. [1] Das Schloss wurde 1490 von Caspar Metzsch als unbefestigtes Wohnhaus erbaut. Seffner führt außerdem aus, dass sich am Standort des Schlosses zuvor eine Höhenburg befand. [2] Das Netzschkauer Schloss gilt als eines der ersten in Sachsen und leitet die Ära der sogenannten Wohnschlösser mit repräsentativem Baustil ein. [3] Innerhalb von drei Jahren wurde der Bau mit Wohnhaus, Rund- und Viereckturm realisiert. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde Hans Ernst Bose Eigentümer des Schlosses. Nach Erbe des Schlosses durch den Sohn Carol wurde es modernisiert und ausgebaut. Nach weiteren Besitzwechseln erwarb die Stadt Netzschkau das Schloss 1944 nach dem Tod der letzten Gräfin von Schönburg-Glauchau. Die Herren von Schönburg-Glauchau besaßen das Schloss seit 1858.

Im 20. Jahrhundert verfiel das Schloss mit seinen Erweiterungsbauten zusehends. Nord- und Ostflügel, von Bose angebaut, mussten wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Rittergut und Schweizerhaus wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts abgerissen. Letztlich ist heute nur noch der 1492 von Metzsch errichtete Schlossteil erhalten.[3]

Seit 1998 liegt die denkmalgerechte Nutzung des Schlosses in den Händen des Fördervereins Schloss Netzschkau e.V.

Heute finden im Schloss Konzerte, Ausstellungen und Lesungen statt.

Schloss Netzschkau  
   
   
 
Historische Zeichnung aus [4]  

 

Quellen:

[1] Webseite der Stadt Netzschkau

[2] W. SEFFNER, Die Rittergüter des Vogtlandes, ihr Schicksal im 20. Jahrhundert, Vogtland Verlag Plauen, 2002

[3] Schloss Netzschkau

[4] SLUB Dresden http://digital.slub-dresden.de/id25028295X | G.A. POENICKE, Album der Schlösser und Rittergüter im Königreiche Sachsen, Leipzig 1859 

Lage des Schlosses Netzschkau