Der Bau des Schlosses auf dem Amtsberg wird auf das 13. Jahrhundert datiert. Errichtet wurde es von den Vögten von Weida, die um 1200 die Herrschaft von den Eversteinern übernahmen. Mitte des 13. Jahrhunderts wurde eine Erweiterung der bestehenden Stadt geplant. Mit dem Bau der Neustadt wurde der Sitz der Vögte vom Malzhaus auf das neu errichtete Schloss verlegt. Die Mauern bildeten einen Teil der Stadtbefestigung. [1]

Nach [2] brannte das Schloss 1548 ab, das Querhaus wurde 1675 wieder auf den alten Mauern errichtet. Allerdings begann im 17. Jahrhundert bereits der Verfall des Schlosses. [3] Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss nahezu vollständig durch Bombentreffer zerstört. [2]

Aktuell laufen Abbruch- und Aufräumungsarbeiten auf dem Gelände des Schlosses, begleitet durch archäologische Untersuchungen. Ab 2015 errichtet der Freistaat Sachsen auf dem altehrwürdigen Areal eine Staatliche Studienakademie. In den Neubau soll vorhandene Bausubstanz einbezogen werden.

Abbrucharbeiten auf dem Gelände
des Schlosses, Teile der Schlossruine
werden in den Neubau des Campus
integriert
Das alte Amtsgericht wird das Haupt-
gebäude auf dem Campus ein.
Blick in Richtung "Roter Turm", der
ebenfalls in das Gesamtareal ein-
bezogen wird.
Das Amtsgericht vom Fuße der
Hammerstraße aus.

Quellen:

[1] Patrick Sahle: Das Plauener Stadtbuch von 1388 und die Stadtbuchforschung, Magisterarbeit Universität Köln 1996

[2] Schlossruine Plauen wird zum Studienakademie-Campus, 30. März 2014, burgerbe-blog

[3] Sachsens Schlösser

Lage des Schlosses in Plauen