Am Standort des Rodewischers Schlosses existierte spätestens ab dem 15. Jahrhundert ein Rittergut. SEFFNER datiert das in [1] mit einer urkundlichen Erwähnung im Jahr 1450. Mit dem Gut wird der Burggraf Friedrich von Donyn (Dohna), Herr zu Auerbach, belehnt. Früheste Bauteile des Schlosses gehen nach [2] auf die Zeit um 1500 herum zurück. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, inzwischen hatten die Edlen von Planitz das Gut in ihrem Besitz, wurde das Herrenhaus gebaut und statt dem Schloss für Wohnzwecke genutzt. Mitte des 19. Jahrhunderts befand sich das Gut im Besitz der Familie Adler, seit 1911 gehört es der Stadt Rodewisch.

In [2] wird weiterhin berichtet, dass um 1930 die Überreste einer deutlich älteren Wasserburg gefunden wurden. Diese Burg wird ins 13. Jahrhundert datiert.

POENICKE bemerkt in seinem Werk 1859 "Ein Dunkel schwebt über Rodewisch und Göltzsch, zwischen dem zehnten und zwölften Jahrhundert." [3]

Das Schloss wurde 1960 bereits saniert, allerdings 1991/1992 mit erheblichen finanziellen Mittel umfassend restauriert [4]. Das Schloss samt umgebendes Areal wird vielfältig genutzt. Neben Museum im Herrenhaus und dem Freilichtdenkmal der alten Wasserburg,  besteht die Möglichkeit im Wassergraben Boot zu fahren. Verschiedene kulturelle Veranstaltungen finden hier auf dem Areal statt.

Schloss mit vorgelagerter Wasserburg Wassergraben
 
Schloss Rodewisch Herrenhaus des Rittergutes
   
Schloss, Wasserburg und Herrenhaus Eingangsportal am Herrenhaus
Historische Zeichnung aus [3]

Quellen

[1] W. SEFFNER, Die Rittergüter des Vogtlandes, ihr Schicksal im 20. Jahrhundert, Vogtland Verlag Plauen, 2002

[2] Sachsens Schlösser

[3] SLUB Dresden http://digital.slub-dresden.de/id25028295X | G.A. POENICKE, Album der Schlösser und Rittergüter im Königreiche Sachsen, Leipzig 1859

[4] Webseite der Stadt Rodewisch

 Lage des Schlosses Rodewisch