Mechelgrün wurde 1267 erstmals als "Mechtildegrune" erwähnt [1]. Zur Ersterwähnung scheint es verschiedene Meinungen zu geben. Nach SEFFNER [1] wurde das Wasserschloss erstmalig 1444 erwähnt, nach [2] wurde die Wasserburg im 12. Jahrhundert erbaut und 1267 urkundlich erwähnt, weist allerdings auf den Ausbau zum Schloss im 14, Jahrhundert hin. 1670 brannte das Schloss ab, wurde jedoch wenige Jahre später mit 4 Ecktürmen neu errichtet. Umbauten im 19. Jahrhundert fielen zwei Türme zum Opfer, nur die beiden südlichen Türme blieben erhalten. Bis zu diesen Umbauten war das Schloss vollständig von einem Wassergraben umgeben [3].

Besitzer des Schlosses im 15. Jahrhundert war Jhan Rabe, dieser verfiel in Ungnade beim Landesherrn, die Ritter von Tettau wurden in Folge mit dem Gut belehnt. Ab 1871 gelangte das Schloss in den Besitz von Johann Friedrich Uibrig. Bis 1945 waren Uibrigs die Eigentümer, danach ging das Schloss in Gemeindeeigentum über. Zu dieser Zeit war das Bauwerk bewohnt und baulich in Ordnung [1]. Ab 1945 beginnt ein rasanter Verfall des Bauwerkes. Pläne, wie Umnutzung zum Altersheim oder Bau eines Hotels durch einen Investor nach der Wende scheiterten.

Die Ruine zeigt sich in einem bedauerlich desolatem Zustand.

Blick über den verfüllten
Wassergraben
Turm am Wassergraben
Verfallenes Infoschild, das noch vom
Hotelneubau berichtet.
 
Historische Zeichnung aus [4]

 Quellen:

[1] W. SEFFNER, Die Rittergüter des Vogtlandes, ihr Schicksal im 20. Jahrhundert, Vogtland Verlag Plauen, 2002

[2] Wikipedia

[3] Historisches Sachsen - Das Portal für die Schlösser, Burgen und historischen Ruinen im Freistaat Sachsen, Heyko Dehn

[4] SLUB Dresden http://digital.slub-dresden.de/id25028295X | G.A. POENICKE, Album der Schlösser und Rittergüter im Königreiche Sachsen, Leipzig 1859

Lage des Wasserschlosses Mechelgrün